Das Aufgabengebiet im E-Commerce ist breiter denn je: neben der Wartung des Shops und der Produkte, müssen Zugriffszahlen beobachtet, Conversions verbessert, Content SEO-optimiert und Kanäle wie Newsletter und Social Media aktuell gehalten werden. Nur mit den richtigen Hilfsmitteln können diese zahlreichen Tätigkeiten effizient erledigt werden. Wir haben für Sie die wichtigsten Tools für den E-Commerce-Bereich aufgelistet.

 

Die Performance-Zahlen im Überblick behalten

Ohne Analyse-Tool kann kein Unternehmen im E-Commerce heute mehr überleben. Marktführer ist Google Analytics (analytics.google.com). Kein anderer Anbieter bietet derart detaillierte Daten und das noch völlig kostenlos. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass das Statistiktool mit anderen Google-Services wie der Search Console oder AdWords verbunden werden kann.

 

Die Informationen, die man daraus ziehen kann, sind quasi unendlich: alle Traffic-Quellen, alle Top-Keywords, beliebteste Seiten, Analyse der Besucher, Conversion-Tracking und vieles, vieles mehr. Nur wer weiß, was besonders gut und viel wichtiger – besonders schlecht funktioniert, kann versuchen seinen Onlineshop kontinuierlich zu verbessern.

 

Einen Wettbewerbsvergleich erhalten

Wie viel Traffic haben die Konkurrenten und wie bauen diese ihre Strategie auf? Die Antwort auf diese Frage ist nicht nur wichtig, um sich selbst einschätzen zu können, sondern birgt enormes Lernpotenzial. Tools wie Similarweb (www.similarweb.com) und Alexa (www.alexa.com) verraten einem zahlreiche Informationen über die Mitbewerber.

 

Welche Kanäle sind deren größte Traffic-Lieferanten? Welche Keywords nutzen sie für die organische Positionierung? Aus welchen Ländern kommen die meisten Besucher? Bei den Zahlen dieser beiden Tools handelt es sich zwar um keine 100 Prozent akkuraten Daten, aber die Tendenz stimmt so gut wie immer. Die Basisversion bei Similarweb ist gratis. Wer seine Konkurrenz tiefergehend analysieren will, sollte sich einen Premium-Account erstellen.

 

Sich einen Überblick über die eigene SEO-Performance verschaffen

Ein weiteres Tool, das Daten von den Mitbewerbern liefert, ist ahrefs (www.ahrefs.com). Neben der Konkurrenzanalyse bietet ahrefs noch viele weitere Funktionalitäten. Für On-Page-Optimierungen auf der eigenen Website steht die Keyword-Recherche und die Content-Recherche zur Verfügung. Dem Off-Page-SEO widmen sich das Monitoring von Suchmaschinenrankings und die Backlink-Recherche. Zu guter Letzt ist noch die Funktion des Web Monitorings zu erwähnen. Sie informiert einen darüber, wenn das eigene Produkt bzw. das Unternehmen im Internet erwähnt wird. Das können Diskussionen in einem Forum oder ein Tweet mit dem Produktnamen sein.

 
Eine ähnliches Tool, das noch beliebter unter den SEO-Experten ist, nennt sich Sistrix (www.sistrix.com). Es deckt mit seinen Funktionalitäten die ganze Bandbreite der SEO-Welt ab, wird aber nach Modulen abgerechnet. Der Kunde bezahlt daher nur jene, die er wirklich nutzt. Zur Auswahl stehen: SEO, Universal (für Suchergebnisse), Links, Ads, Social und Optimizer (für die On-Page-Analyse). Sehr oft genutzt wird auch der sogenannte Sistrix Visibility Index. Er gibt über die Performance einzelner Websites Auskunft und wie sich deren Rankings in Google verändert haben.

 

Über die neuesten E-Commerce-Trends informieren

Der Schlüssel zum Erfolg ist es, seinem Mitbewerber einen Schritt voraus zu sein. Das geht nur, indem Sie immer über die aktuellsten Trends und Entwicklungen informiert sind. Manche Informationen sind dabei „nice to have“, andere dafür aber essentiell. Zum Beispiel gibt es zur Jahreswende des Öfteren Änderungen bei rechtlichen Aspekten im e-Commerce. Wer es als Online-Händler verabsäumt, Anpassungen vorzunehmen, riskiert unter Umständen eine Abmahnung von Mitbewerbern zu erhalten.

 

Mit Feedly (www.feedly.com) können Sie sich über einen Account zu all diesen Themen informieren. Die RSS-Feeds aller führenden Internetseiten können in Listen wie beispielsweise „Social Media“, „SEO“ und „Content Marketing“ sortiert werden. Die neuesten Meldungen der Branche sind somit auf einen Blick zu finden.

 

Die Kunden mit E-Mail-Marketing auf dem Laufenden halten

E-Mail-Marketing ist weiterhin eine der erfolgreichsten Möglichkeiten, um Kunden über neue Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Zudem können neue User mit gut gestalteten Newslettern zum Kauf animiert werden. Wer diesen Bereich erst aufbaut und noch über einen relativ kleinen Abonnentenkreis verfügt, sollte sich MailChimp (www.mailchimp.com) näher ansehen. Es ist das weit verbreitetste E-Mail-Tool am Markt und genügt sowohl den Ansprüchen von Startups als auch größeren Unternehmen.

 

Die Basisvariante ist für das Aussenden an kleinere Verteiler kostenfrei, danach müssen Pakete gebucht werden. Probieren Sie die Funktionalitäten, die sowohl die Gestaltung des Newsletters als auch die Verwaltung der dazugehörigen Datenbank betreffen, einfach einmal selbst aus.

 

Die Kunden zu ihrer Meinung befragen

Survey Monkey (www.surveymonkey.com) – nur die absolute Basisversion mit zehn möglichen Fragen und 100 Antworten von Kunden ist kostenlos. Dafür sind die Umfragen aber für so gut wie jedes Unternehmen im E-Commerce eine Bereicherung und die Investition lohnt sich. Schließlich sollte jeder wissen, was die Kunden denken. Sind sie mit dem Service zufrieden, finden sie sich auf der Website schnell zurecht oder haben sie sonst noch Anregungen?

 

Die User können auch zu Branchenthemen befragt und diese Information später für Pressezwecke genutzt werden. Oder man verknüpft die Beantwortung einer Umfrage mit einem Gewinnspiel. Die Möglichkeiten sind also vielfältig. Das Tool ist einfach zu handhaben und bietet eine Benutzeroberfläche, die vielen Content Management Systeme ähnlich ist. Es stehen viele verschiedene Fragearten und Designoptionen zur Verfügung.

 

Große Datenmengen verwalten und versenden

Mobiles Arbeiten wird heute immer beliebter. Daten und Dokumente sollten daher auch unterwegs immer mit dabei sein und auf verschiedenen Geräten wie PCs, Laptops und Smartphones abrufbar sein. Dropbox (www.dropbox.com) ermöglicht das Speichern der Daten in der Cloud. Das hat auch den Vorteil, dass die Unterlagen jederzeit mit anderen Personen geteilt werden können. In der Basisversion erhält jeder User 1 Gigabyte Speicher. Ist dieses Limit überschritten, muss ein Premium-Account erstellt werden.

 

Das Teilen von Dokumenten über Dropbox ist zwar problemlos möglich, für das Versenden von großen Bildern oder Videos eignet sich jedoch WeTransfer (www.wetransfer.com) wesentlich besser. Die Daten werden nicht gespeichert, sondern nur über die Server von WeTransfer auf die E-Mail des Empfängers weitergeleitet. Schnell, effizient und kostenlos – das überzeugt.

 

Erfolgreich Social-Media-Accounts verwalten

Ein Unternehmen ist heute nicht nur mehr auf einem einzigen Social Media zu finden. Da gibt es Xing und Linkedin für die Geschäftspartner und Bewerber, Facebook für Verbraucheranfragen, Instagram für eine jüngere Zielgruppe und für alle, die mit schönen Produktfotos auftrumpfen können etc. All diese Kanäle zeitgleich zu managen, ist ein enormer Zeitaufwand. Zum Glück gibt es aber Programme wie Buffer (www.buffer.com), die das Vorausplanen von Postings ermöglichen.

 

Anstatt sich mehrere Male einloggen zu müssen, genügt es die Beiträge mit Text, Bild und Link auf einmal vorzubereiten. Das Programm übernimmt dann das automatische Posten zum gewünschten Zeitpunkt. Praktisch ist außerdem eine weitere Zusatzfunktion: ein Analyse-Tool gibt Aufschluss darüber, welche Beiträge bei den Lesern gut angekommen sind und welche keine Aufmerksamkeit erhalten haben.

 

Die hier vorgestellten Tools haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zudem gibt es zu jedem Tool in der Regel eine Alternative, die wir hier aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht aufgeführt haben. In unseren weiteren Blogbeiträgen gehen wir auf die einzelnen Tools näher ein.