Am 03. Dezember fand im Neuen Rathaus in Hannover der 8. Niedersächsische Unternehmerinnenkongress statt. Unter dem Motto „Go Digital“ trafen sich Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, aber vor allem Unternehmerinnen der unterschiedlichsten Branche, um über Zukunftsthemen, Digitalisierungsstrategien und Geschäftsideen zu diskutieren. Unser Geschäftsführerin von M3 E-Commerce Susanne Walz war mittendrin.

Die Digitalisierung nimmt von Tag zu Tag fahrt auf. Sie macht vor keiner Branche halt, sie ist blind gegenüber Tradition und Aussagen wie „so haben wir das schon immer gemacht“. Ob man von „Disruptiven Technologien“ oder „Industrie 4.0“ spricht, gemeinsam sind die enormen Veränderungsprozesse, die mit der Digitalisierung von Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen einhergehen.

 

 

In diesem Sinne widmete sich der Niedersächsische Unternehmerinnenkongress genau diesen Themen und konnte dafür Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Branchen gewinnen. Darunter waren Gründerinnen von Start-up Unternehmen, Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer von etablierten Unternehmen aus der Online-Welt und Autorinnen, die sich in ihren Publikationen digitalen Themen widmen.

 

 

Ein hochkarätiger Startschuss
Der Tag begann mit der Begrüßung der Teilnehmerinnen durch die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Cornelia Rundt und der ersten Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover Sabine Tegtmeyer-Dette sowie Dr. -Ing. Adolf M. Kopp, Geschäftsführer der hannoverimpuls GmbH, im beeindruckenden Mosaiksaal des Neuen Rathauses in Hannover.

 

 

Die Keynote stand unter dem Thema „Dauertrend Digitalisierung?“. Gehalten wurde die Eröffnungsrede von Theresa Schleicher. Eine Frau, die nicht nur durch ihre Arbeit in international tätigen Werbeagenturen wie Jung von Matt oder M&C Saatchi, sondern auch durch ihre Tätigkeit als strategische Beraterin im Zukunftsinstitut in Frankfurt, weiß in welche Richtung sich die Arbeitswelt bewegt und wie besonders Frauen in dieser Welt ihre Position stärken können.
Nach diesem faszinierenden Blick in die digitale Zukunft, starteten die Vorträge der Referentinnen und Referenten. Diese wurden auf zwei Blöcke mit jeweils zwei Vorträge aufgeteilt. Im ersten Block mussten sich die Gäste zwischen dem Thema „Zahlen, Daten, Fakten – wie ich mehr über meine Kundschaft erfahre“ von Julia Schwab und „Alles geht online – wie beeinflusse ich meine Kundschaft“ von Maren Martschenko entscheiden.

 

 

Im Vortrag von Gründerin und Geschäftsführerin der simficient GmbH ging es um das Trend-Themen schlechthin; Digitale Daten. Jeden Tag werden Milliarden von Daten gesammelt. Doch wie gehen Unternehmerinnen damit um, wie können sie diese Fülle an Daten für ihr Geschäft nutzen und welche Tools sind sinnvoll und helfen dabei den Durchblick und damit die Kunden nicht zu verlieren.

 

 

Die selbst ernannte „Chief Enthusiasm Officer“ und freiberufliche Beraterin Maren Martschenko beschäftigt sich in ihrem Vortrag mit dem Weg der Kunden im Entscheidungsprozess, auch Customer Journey genannt. Ihre „Espressostrategie“ soll Unternehmen dabei helfen Zeit und Geld zu sparen. Es geht um die Frage; Was ist uns wirklich wichtig in der Markenkommunikation? Wie schaffen es Unternehmen in der mit Informationen überfluteten digitalen Welt, ihre Botschaft effizient an den Kunden zu bringen und dabei nicht den Überblick zu verlieren.

 

 

Netzwerken bei Häppchen und Kaffee
Nach diesen Power-Vorträgen von zwei beeindruckenden Frauen, hatten die Teilnehmerinnen Zeit das Gehörte bei Speis & Trank sacken zu lassen. Natürlich lud das Mittagessen dazu ein, die Kontakte zu pflegen und sich ein wenig auszutauschen. Auch unsere Geschäftsführerin Susanne Walz nutzte die Chance und suchte den Austausch mit einigen Teilnehmerinnen: „Bei den Gesprächen mit den Unternehmerinnen ist mir sofort aufgefallen, dass das Thema Digitalisierung bei vielen gemischte Gefühle auslöst. Zum einen waren sich meine Gesprächspartnerinnen einig, dass es in Zukunft nicht ohne eine Anpassung des eigenen Geschäftsmodells an das digitale Zeitalter gehen wird. Auf der anderen Seite wurde auch schnell klar, dass diese Umstrukturierung einigen etwas Bauchschmerzen bereitet. Denn nicht nur, dass sehr viel Wissen vorausgesetzt wird, besonders die Schnelllebigkeit in diesem Themenfeld stellt für viele Unternehmerinnen eine Herausforderung da. Was heute aktuell ist, kann morgen schon der Vergangenheit angehören. Hier muss man Risiken und mögliche Erfolgsaussichten schnell beurteilen können. Die Grundlage für das zukünftige Bestehen im Markt ist spezifisches Wissen. Auch das wurde unter den Unternehmerinnen stark diskutiert.“

 

 

Das M3-Ecommerce durch sein Seminarangebot genau diese Lücken bei Unternehmerinnen und Unternehmern, ganz gleich in welcher Phase sie sich mit ihrem Geschäft befinden, schließen möchte, wurde von den Gesprächspartner sehr interessiert aufgenommen: „Ich hab deutlich gespürt, dass die Frauen, mit denen ich gesprochen habe, wissen, dass man solches Wissen am besten von erfahrenen Praktikerinnen und Praktikern erlangen kann. Denn die Theorie ist das eine, was aber in der Praxis, also im „Haifischbecken“ der Online-Welt, wirklich funktioniert und worauf man achten sollte, lernt man in keinem Buch!“

 

 

Nach dem Mittag ist vor dem Mittag
In diesem Sinne ging es nach dem Networking am Buffet munter weiter. Björn Dorra, Geschäftsführer von VersaCommerce und Mimi Sewalski, Geschäftsführerin von avocadostore.de beschäftigten sich in Ihrem Vortrag mit der Zukunft im E-Commerce. Es ging unter anderem um die Fragen, ob es sich lohnt in den Onlinehandel einzusteigen. Aber auch darum, die eigene Situation richtig einzuschätzen und daraus eine erfolgsversprechende Entscheidung abzuleiten. Dass diese Entscheidung viele weitere Fragen zum Einstieg und Umsetzung der Onlineaktivitäten mit sich bringt, wurde von den Referenten praxisnah und sympathisch rüber gebracht.

 

 

Auch wir haben uns „unter vier Augen“ mit Björn Dorra unterhalten. Das ganze Interview findet Ihr hier: Interview Björn Dorra.

 

 

Zeitgleich fand ein Gruppen-Workshop zum Thema „Share Economy – über die neue Konsumkultur“ statt. Der Impulsvortrag wurde von der Autorin Lena Schiller Clausen gehalten, die sich in ihrem Buch „New Business Order“ mit den Veränderungsprozesses, die durch Start-ups in Wirtschaft und Gesellschaft ausgelöst worden sind, beschäftigt.

 

 

Insgesamt war es ein sehr spannender Tag im Neuen Rathaus in Hannover. Der 8. Niedersächsische Unternehmerinnenkongress hat den Nerv der Zeit genau getroffen und konnte durch eine bunte Auswahl an Top-Referentinnen und -Referenten den Erwartungen gerecht werden. Sie kombinierte die Vermittlung von Wissen durch praxiserfahrene Experten mit einer offenen Diskussionskultur, bei der sich die Unternehmerinnen mit einbringen konnten. Das steht exemplarisch für die digitale Welt, in der die Kommunikation auf Augenhöhe eine entscheidende Rolle spielt, in der Wissen immer wieder hinterfragt werden muss und wohl nie ganz erlangt werden kann. Chapeau für eine gelungenen Veranstaltung!